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Musiccheck: Ritchie Blackmore

Ritchie Blackmore, eigentlich Richard Hugh Blackmore, ist ein britischer Gitarrist und Songwriter. Blackmore gelangte vor allem als Gründungsmitglied der Hardrockband Deep Purple zu Berühmtheit, in der er mittels seiner Spielweise sowie der Vermischung von klassischen Melodien mit Rock und Blues viele Merkmale des Hard Rock und Heavy Metal legte. Nach dem Ausstieg bei Deep Purple gründete er 1975 die Hardrockband Rainbow, in der er seine musikalischen Vorstellungen weiterentwickeln konnte. Als Gitarrist beeinflusste Blackmore mittels seiner überragenden technischen Spielweise und Virtuosität die Gruppen der New Wave of British Heavy Metal. Er gilt auch als Pionier des musikalischen Genres Neoklassischer Metal. 1997 gründete er zusammen mit seiner Ehefrau Candice Night die Folk-Rock-Band Blackmore’s Night. 2016 formierte er die Band Rainbow wieder mit neuen Musikern, bestehend teilweise aus Blackmore’s-Night-Musikern und dem chilenischen Sänger Ronnie Romero. 

Als Blackmore elf Jahre alt war, kaufte ihm sein Vater seine erste Gitarre, auf der Blackmore zunächst ein Jahr lang klassischen Gitarrenunterricht bekam, was seinen Stil bis heute stark beeinflusst hat: „If I was going to play this thing, he was either going to have someone teach it to me properly, or he was going to smash me across the head with it. So I actually took the lessons for a year – classical lessons – and it got me on to the right footing, using all the fingers and the right strokes of the plectrum and the nonsense that goes with it.“

In den 1960er Jahren spielte er zunächst in einigen weniger bekannten Bands, wie z. B. The Outlaws (siehe Heinz (Sänger)). Unter den Musikproduzenten hatte sich sein Können bald herumgesprochen und so war er oft als ungenannter Studiogitarrist auf unzähligen Singles als Begleitmusiker zu hören. Insbesondere mit dem Produzenten Joe Meek arbeitete er häufig zusammen. Neben vielen anderen Bands und Interpreten begleitete er mehrfach den britischen Schockrocker Screaming Lord Sutch. 

1997 gründete er die Band Blackmore’s Night, die nach den Worten des Briten „Renaissance-Rock mit viel Folk und balladesken Einflüssen» verbindet“. 

Blackmore entdeckt seine Vorliebe für die Renaissance ungefähr zu der Zeit, in der Candice geboren wird. Obwohl er mit Deep Purple und ihrem harten Rock damals große Erfolge feiert, hört er privat kaum moderne Musik. Er liebt den Sound der damaligen Instrumente, arbeitet sich ein in die Mythen vergangener Epochen, ist fasziniert von den alten Geschichten. Candice hingegen liebt die romantische Note daran, sie ist beeindruckt von der Intensität, der Kraft und Wirkung, als sie zum ersten Mal in Blackmores altem Landhaus in Connecticut „seine“ Musik hört. Es ist nicht nur der Soundtrack der ersten Beziehungswochen, es wird zum Baustein ihrer Bindung. Wenn Candice über ihre Profession spricht, kann man die Begeisterung fast körperlich spüren. Als „organisch, natürlich und naturverbunden“ beschreibt sie ihre Musik. Wenn sie durch einen Wald gehe, flögen ihr die Melodien fast von alleine zu, sagt sie. Von daher ist es nicht überraschend, dass sich die beiden karitativ engagieren: Blackmore’s Night unterstützt Tierschutzvereine und Umweltprojekte, wann immer es möglich ist. Candice dazu: „Wir Menschen sind verpflichtet, diesen Planeten zu bewahren, nicht nur für unsere Kinder. Die Natur bietet so viele Möglichkeiten, sich vom stressigen Alltag zu erholen. Wir müssen viel mehr auf unsere innere Stimme achten. Aber das geht nur in stillen Momenten. Und wann haben wir die heutzutage noch?“ 

Trotzdem gibt es im Haushalt Blackmore/Night kaum einen Tag ohne Musik. Musiker ist kein Beruf, sondern eine Berufung, findet Night, während Blackmore am liebsten gar nicht über seine Tätigkeit reden würde. „Mein Vater nannte mich immer introvertiert, die Presse bezeichnete mich oft als launisch, dabei bin ich nur gern allein. Als Musiker auf der Bühne gebe ich schon genug von meinen Gefühlen preis.“ 

Wer schon einmal bei einem Konzert von Blackmore’s Night gewesen ist, weiß, was Ritchie damit sagen will: Live ist live, ohne doppelten Boden. Zwar zerschmettert er keine Gitarren mehr auf der Bühne oder zündet Verstärkerboxen an, aber eine Eigenart aus früheren Tagen hat er sich dennoch bewahrt: Vor dem Auftritt schaut er sich das Publikum genau an und weiß danach, wie die Setlist auszusehen hat: entweder etwas ruhiger oder etwas lauter oder aber eine ausgewogene Mischung aus beidem. Routine und Menschenkenntnis einerseits, Improvisation andererseits – Blackmore’s Night sind immer für eine Überraschung gut. 

Fotos: Brad Lawson / Long Island Website Solutions / Jeff Pickett

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