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Musiccheck: Chris Rea

Reas Markenzeichen ist der Slidestil auf seiner Fender Stratocaster (Spitzname Pinky), aber auch anderen Gitarren. Die Einleitung zu Chris Reas Titel Nothing to Fear gilt als Meilenstein der modernen Slideguitar-Technik.

Seinen ersten großen Erfolg konnte Chris Rea mit seinem Solodebüt Whatever Happened To Benny Santini (1978) und der Singleauskopplung Fool (If You Think It’s Over) feiern, das auf Anhieb in die US-Top-20 ging und kurz darauf für einen Grammy nominiert wurde. 

Aber erst sein fünftes Album Water Sign (1983) förderte wieder einige Hits zutage (vor allem in UK), und mit Wired To The Moon (1984) und Shamrock Diaries (1985) festigte Rea seinen Ruf als Top-Songwriter. 1986 erschien On The Beach, 1987 kam Dancing With Strangers, und als 1989 The Road To Hell erschien, war er aus der britischen Pop- und Songwriter-Szene nicht mehr wegzudenken. In Deutschland spielte sich das Album umgehend in die Top-10 der Charts. 

Das 1991 veröffentlichte Album Auberge verhalf ihm nicht nur zu neuem Erfolg in den USA, es katapultierte sich in Deutschland sogar auf Platz 1 der Album-Charts! Auberge  und Banana Skin (1992) ließen Chris Rea zu einem der erfolgreichsten britischen Künstler seiner Zeit werden. In den Neunzigern brillierte Rea als Kino- und Fernsehkomponist (u.a. „Madhouse“, „Der Schattenmann“). Im Jahre 2000 gelang ihm mit King Of The Beach ein beachtliches Comeback auf dem Pop-Sektor, doch im folgenden Jahr erkrankte Rea schwer, musste sich einer Operation unterziehen und begann während seiner Rekonvaleszenz zu malen. 

Mit seiner Europatournee 2006 wollte sich Rea nach beinahe 30 erfolgreichen Jahren, die ihm weltweit Schallplattenverkäufe von nahezu 30 Millionen Alben und Singles gebracht hatten, verabschieden. „Auf Tour zu gehen ist weiterhin der beste Job der Welt […], wenn ich dafür einen anderen Körper hätte. Wie es mit mir gesundheitlich weitergehen wird, ist schwer zu prognostizieren. Es kann sich da auch einiges verschlechtern. Deshalb ist dies jetzt meine letzte Tournee. Ich muss und werde für mich eine andere Weise des Arbeitens finden […]“, so Rea auf seiner Website.

Nachdem der letzte Vorhang der Abschiedstour am 28. April 2006 im Olympia-Theatre in Dublin gefallen war, erklärte Rea, dass er zukünftig keine Musik mehr unter seinem Namen veröffentlichen werde und nur noch Teil des Trios „The Fire Flies“ sein werde. Zur Präsentation eines Live-Mitschnitts der Abschiedstour, der auf DVD erschienen ist, spielte er im Herbst 2006 ein Konzert in London, das als „Allerletztes Live-Konzert“ angekündigt war.

Am 5. Oktober 2009 kam Reas Best-of-Album Still so Far to Go: The Best of Chris Rea auf den Markt. Im Januar 2010 ging er nach seiner Abschiedstournee 2006 erneut auf Tour und begann seine Europatournee in Deutschland. 2012 führte ihn eine weitere Tournee von Anfang Februar bis Anfang März durch 14 deutsche Städte (Santo-Spirito-Tour).

Im Herbst 2017 ging er wieder auf eine Tournee zum Album “Road Songs for Lovers”. Im Dezember 2017 erlitt er während eines Auftritts in Oxford einen Zusammenbruch und seine Tournee durch Großbritannien musste abgebrochen werden.