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Mach dein Ding! – Udo Lindenberg

Udo Gerhard Lindenberg (* 17. Mai 1946 in Gronau/Westf.) ist ein deutscher Rockmusiker, Schriftsteller und Maler. Nachdem er Ende der 1960er Jahre mit Bands und Musikern wie den City Preachers und Peter Herbolzheimer eine Karriere als Schlagzeuger begonnen hatte, konzentrierte er sich mit Beginn der 1970er Jahre zunehmend auf Gesang und das Schreiben eigener Titel. Als einer der ersten Rockmusiker präsentierte er Texte in deutscher Sprache und verhalf damit der deutschsprachigen Rockmusik zum Durchbruch. Seitdem entwickelte sich Lindenberg kontinuierlich zu einer führenden und prägenden Persönlichkeit in der deutschen Musikszene, und seine Tonträger erzielten vielfach Gold-Status. Mit seinem 34. Studioalbum Stark wie Zwei stand er 2008 im Alter von 62 Jahren zum ersten Mal in seiner Karriere auch an der Spitze der deutschen Charts.

In den 1980er Jahren widmete sich Lindenberg neben seinem musikalischen Schaffen zunehmend dem Thema innerdeutsche Beziehungen. Trotz großer Bemühungen blieb es ihm jedoch verwehrt, mit seinem Panikorchester in der DDR aufzutreten – abgesehen von einem überwachten Auftritt, der 1983 vor ausgewähltem FDJ-Publikum im Ostberliner Palast der Republik stattfand. Eine für 1984 bereits geplante Tournee wurde von der Staatsführung der DDR wieder abgesagt. Später kam es zu einem medienwirksamen Austausch von Geschenken, als Lindenberg 1987 Erich Honecker eine Lederjacke überreichte, von diesem im Gegenzug eine Schalmei erhielt und Honecker schließlich anlässlich dessen erstem Besuch in der Bundesrepublik Deutschland mit einer E-Gitarre beschenkte.

2019 startete Udo Lindenberg an der Chartspitze mit seinem Unplugged 2 Album “Live vom Atlantik” und behauptete sich über sechs Wochen als NR. ONE. Er segelte weiter auf der Erfolgswelle des 4-Master-Segelschiffs “Mare Frisium” und feierte die große “Live vom Atlantik” TV-Premiere mit der MTV-Doku “Volle Fahrt voraus” von Sven Häusler, an Bord Marteria und Gentleman, Jan Delay, Alice Cooper, Andreas Bourani , Maria Furtwängler, Angus + Julia Stone u.v.a.

Der legendäre “Rockliner” stach 2019 mit 3000 Panikfans an Bord zum vorerst letzten Mal in See – aus Gründen des Klimaschutzes. Stattdessen rief die Panikfamilie zum Fridays For Future Klimastreik und diversen Greenpeace-Aktionen auf. Udo als ewiger Freund der Seefahrt und Erfinder der Rock-Cruises mit Kreuzfahrtschiffen legt aber Wert darauf, dass, sobald ökologisch vertretbare Motoren am Start sind, diese extrem hammerschönen Ocean-Törns wieder weitergehen.

Die Panikshow wurde komplett neu inszeniert und mit einem gewaltigen BÄMM über 30 Mal in ganz Deutschland auf die grössten Bühnen gezaubert – mit 17 Trucks, 80 Musiker*innen und Bühnenakteur*innen, und jeder Menge Superlative und Überraschungen (Top-Gäste wie der grandiose Otto Waalkes, Clueso, Wirtz, Maria Furtwängler u.a.), wie man sie ja kennt von Udo!

Zum krönenden Abschluss des Tourlaubs der Panikfamilie wurde im Juli 2019 dann noch der Panikpreis der Udo Lindenberg Stiftung im Rahmen des Hermann Hesse Festivals an die Leipziger Band “2er Sitz” verliehen.

Im Leipziger Museum der bildenden Künste startete am 4. September die besondere panikhistorische Ausstellung “Zwischentöne” und wurde wegen des großen Andrangs noch verlängert. 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution präsentiert die Ausstellung das künstlerische Schaffen von Udo, der sich seit Jahrzehnten für Frieden und Umwelt sowie gegen Diskriminierung, Gewalt und Rassismus engagiert.

Ein Facebook-Post von Udo zum Thema AfD und Björn Höcke hatte nicht nur den größten Shitstorm in der Geschichte unseres Facebook-Accounts zur Folge, sondern auch, dass AfD-Politiker Brandner sich zum wiederholten Male antisemitisch äußerte und dadurch dann sogar seinen Posten als Vorsitzender des Rechtsausschusses verlor.

Außerdem hat das Panikjahr 2019 wieder mal Preise regnen lassen: Erst gab’s den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für unseren Panik-Präsidenten zum Tag der Deutschen Einheit. Er habe den Mut, “zu widersprechen, anders zu denken, neue Wege zu gehen und Grenzen zu überwinden – eigene Grenzen, aber auch Grenzen zwischen Menschen, zwischen Ländern, zwischen Welten”. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier erklärte, Lindenberg habe in einzigartiger Weise gegen die deutsche Teilung angesungen.

Kurz darauf wurde Udo dann noch mit dem International Music Award für gesellschaftspolitische „Courage“ ausgezeichnet, und hielt eine Laudatio für seinen Freund Sting, dem er den “Hero Award” überreichte.

Der Titelsong zum Kinofilm “Lindenberg – Mach Dein Ding” wurde als Single und Musikvideo released: “Niemals dran gezweifelt”. Und das Live-Album “MTV Unplugged 2” platzierte sich nach dem erfolgreichsten Albumstart im Vorjahr dann auch noch unter den TOP 3 der erfolgreichsten Alben des Jahres!

Außerdem stand 2019 voll unter dem Zeichen von LOVE & PEACE, mit besonderen UNICEF-Aktionen und der diesjährigen Weihnachtskarte in Panicolor – und Udos geniale “Action-Stätte”, die PanikCity auf der Reeperbahn, landete auf Platz 2 in den TripAdvisor-Charts!

Fotos: Tine Acke