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Kultbike: Kawasaki Z1300

Die Z1300 war das erste (und letzte) Motorrad von Kawasaki mit wassergekühltem Sechszylinder-Viertaktmotor. Außerhalb Deutschlands wurde sie als KZ1300 vermarktet.
Ursprünglich war die Z1300 als Sportmotorrad geplant kam sie aber aufgrund des hohen Gewichts (über 300kg) und der Charakteristik ihres Antriebs als Reisemotorrad auf den Markt. Auch der hohe Anschaffungspreis (1979: 12.250 Mark) und auch recht hohe Benzin- und anfangs auch Öl-Verbrauch führten dazu das die Z1300 nicht den so großen Markterfolg hatte. Selbst die Entwicklungskosten brachten die verkauften Modelle nicht ein.

Die Vorstellung der Honda CBX und der Kawasaki Z1300 führten damals zu einer Allianz aus Vertretern des Verkehrs­ministeriums, des TÜVs und der Industrie. Fortan waren in Deutschland 100 PS das Maß der ­offiziellen Leistungsdinge. So hatten besagte 100 PS mit über 300 Kilogramm Kampfgewicht plus Fahrer zu tun, was zwar für nette, aber eben nicht überragende Fahrleistungen sorgte.
Die Kawasaki Z1300 war ein imposanter und überaus komfortabler Kardan-Tourer, ein Ehrfurcht gebietender Technologieträger war sie aber nicht wirklich.
Dennoch entwickelte sich die Maschine zu einem Mythos, den sie ihrer technischen Sonderstellung und der Laufkultur des Motors verdankt. Der Motor war zunächst mit Vergasern ausgerüstet, wurde im Rahmen der Modellpflege während der Verkaufsjahre (1979–1989) verbessert, unter anderem wurde eine digital gesteuerte Einspritzanlage eingeführt. In den USA wurde das Modell mit Verkleidung und Koffern, ähnlich der Honda GoldWing auf den Markt gebracht (Z1300 B1 (Touring) bzw. Z1300 Voyager). Die letzten 200 Modelle (1989 gebaut) erhielten die Zusatzbezeichnung “Legendary Six”.
Zur Zeit der Modelleinführung war die Z1300 eine von nur fünf wassergekühlten Motorrädern auf dem Markt.