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Kultbike: Kawasaki Z1

Kawasaki Z1 (1975)

Der endgültige Durchbruch Kawasaki’s

Bereits 1952 läuft mit dem KE-1-Triebwerk der erste Motorradmotor vom Band, ein luftgekühltes Einzylinder-Viertakt-Aggregat. 1955 kommt dann die Meihatsu 125-500 mit dem KB-5 Triebwerk auf den Markt. In Deutschland macht Kawasaki spätestens Ende der 60er-Jahre mit seinen schnellen Dreizylinder-Zweitakt-Modellen Furore. 

Als Honda im Herbst 1968 zur Tokio Motor Show ihre neue CB 750 Four präsentierte, machten die Ingenieure von Kawasaki lange Gesichter. Die Konkurrenz war wohl schneller bei der Entwicklung und Präsentation eines Motorradtyps, an dem auch Kawasaki arbeitete. Der neue Honda-Vierzylinder stellte alles bis dahin Existierende in den Schatten und veranlasste einen enormen Vorwärtsschub in der Entwicklungsabteilung von Kawasaki. 

1972 ging der Trend auf dem Motorradmarkt zu Maschinen mit mehr als 500 Kubikzentimetern Hubraum. Trotz eines Gentleman Agreements unter den japanischen Herstellern, demzufolge man zunächst noch kein Modell über 750 Kubik lancieren wollte, stellte Kawasaki auf der IFMA im Herbst desselben Jahres überraschend die 900 Z1 “Super 4” vor. 

Kawasaki Z1 (1975)

Die erste von Kawasaki eigenständig entwickelte Viertaktmaschine rückte das ansonsten nur aus Zweitaktern bestehende Motorrad-Programm des japanischen Konzerns schlagartig wieder ins Rampenlicht. Die Fachpresse war von dem PS-Protz aus dem Land der aufgehenden Sonne überwältigt.

Als sie ein Generalimporteur nach Deutschland holte, verkaufte sich die Kawasaki Z1 sehr gut. Im ersten Jahr fanden bereits gut 2.500 Maschinen einen Käufer, im nächsten Jahr sind es schon über 3.000 Z1, obwohl sich der Ladenpreis schon deutlich auf über 8.000 DM erhöht hatte. Die Vorstellung der legendären Kawasaki 900 Z1 markiert den endgültigen Durchbruch Kawasakis. Es war damals das potenteste Motorrad der Welt und kreierte das Image von Kawasaki als Hersteller hubraum- und leistungsstarker Vierzylinder-Motorräder mit dem gewissen Etwas.

1976 bekommt die Kawasaki Z1 900 einen neuen Namen sowie eine Generalüberholung. Aus Sicherheitsgründen verbaute man zwei Scheibenbremsen vorne. Auch die Stabilität des Rahmens wurde erhöht und eine neue Gabel wurde verbaut. Die neuen Mikuni-Vergaser, steigerten die Leistung von 79 auf 82 PS. Auch die Reichweite wurde erhöht – so faßte der Tank nun 16,5 Liter statt 15,5 Liter. Der neue Name war fortan Z900. 1977 wurde die 900er Serie durch die Z 1000 abgelöst.

Fotos: Kawasaki / SG2012