Start Gebrauchtberatung Gebrauchtberatung: Vier Super-Bikes für unter 4500€

Gebrauchtberatung: Vier Super-Bikes für unter 4500€

Es ist Wochenende und du brauchst etwas (sehr) schnelles um für ein paar Stunden zu entkommen?

Wir haben hier mal vier fantastische, aber erschwingliche Superbikes mit über 150 PS rausgesucht. 

Die Suzuki GSX-R 1000 (2005)

Suzuki by K-Man75

Für viele ist die GSX-R 1000 K5 der absolute Höhepunkt eines Superbikes. Die 2005 erschienene K5 dominierte jeden Test, gewann auf der Isle of Man TT und ließ alle anderen Konkurrenten ein wenig altmodisch aussehen. Mit einem brandneuen Chassis-Design war die Gewichtsverteilung perfekt. Es war wohl das erste 1,0-Liter-Bike, das wie eine 600er fahren lies. Nicht nur ein klares und zeitloses Design sorgte auch dafür, das die Verkaufszahlen in die Höhe gingen – auch der ungeheure neue K5-Motor, sorgte dafür. Er ersetzte den K4 989ccm Motor der Vorgängergeneration und erhöhte den Hubraum auf 999ccm. Das Endergebnis waren unglaubliche 176 PS, was dieses Bike zur einer echten Rakete machte. Mit hochdrehenden Motoren, geringem Gewicht und ohne elektronische Spielerreien waren Bikes wie die K5 und die ZX-10R richtig wild. In den folgenden Jahren wurden die Bikes schwerer und aufgeblähter. Und mit der Veröffentlichung der BMW S1000RR im Jahr 2010 kamen Dinge wie Traktionskontrolle und ABS in Spiel. Somit bleibt die K5 die ultimative analoge Zweiradmaschine. Aktuell werden vom 2005er Modell etwas über 30 Stück im Netz angeboten – Preislich geht es bei ca. 3700€ los.

Kawasaki ZX-10 R (2004)

Kawasaki by PekePON

Die 2004er Kawasaki ZX-10R hat sich in der Bikerwelt einen Namen als Tier gemacht. Kawasaki hat in der Vergangenheit einige verrückte Motorräder hergestellt, aber die Ninja von 2004 ist mit Abstand die verrückteste (mal von der H2R abgesehen). Die ZX-10R war ein absolutes Wheelie-Monster, mit einem zügellosen 175-PS-Motor in einem Fahrgestell mit einem unglaublich kurzen Radstand von 1385 mm. Kawasakis Entscheidung, keinen werkseitigen Lenkungsdämpfer einzubauen, machte die Dinge noch beängstigender. 

Der hintere Stoßdämpfer hatte vom Werk aus zu viel Rückpralldämpfung, was dazu führte, dass das Bike unter starker Beschleunigung in die Knie ging, was wiederum dazu führte, dass die Front aus jeder Kurve heraus leicht wurde; auf holprigen deutschen Straßen ist das nicht immer von Vorteil. Aber diese Probleme machen die Ninja nicht zu einem schlechten Bike. Absolut nicht. Der Motor ist sanft mit ausreichend Drehmoment die der Kawa hilft, mit den modernen, hochdrehenden Superbikes Schritt zu halten. Der kurze Radstand macht die Ninja wendig, vorausgesetzt, die Straße ist glatt genug. Aktuell werden vom 2004er Modell etwas über 25 Stück im Netz angeboten – Preislich geht es bei ca. 3000€ los.

Yamaha YZF-R1 (2004)

Yamaha by Nathan Bittinger

Wenn es ein Mengendiagramm für Superbikes gäbe, stände die YZF-R1 in der Mitte. Denn sie schafft es, die Stabilität der Honda, die Kraft der Suzuki und die Wendigkeit der ZX-10R zu vereinen. Sie ist zwar in keiner Kategorie führend, aber es ist wohl das umfassendste Paket. Der 164 PS starke 998-cm3-Motor ist für viele besser als der vom Nachfolger  aus 2015, und das Deltabox-Chassis ist perfekt für die hiesigen Straßen ausgelegt. Die vierte R1-Generation kam als Reaktion auf die im Jahr 2003 stark überarbeiteten Suzuki GSX-R 1000, die in sämtlichen Vergleichstests der Fachpresse als überlegene Siegerin hervorging. Zudem stellte Honda 2004 seine neue CBR 1000 RR Fireblade vor, die nun ebenfalls auf einen vollen Liter Hubraum erstarkt war. Den japanischen Ingenieuren gelang es, die Spitzenleistung des nun sehr hochdrehenden Triebwerks auf 172 PS zu erhöhen. Neu war außerdem ein Ram-Air-Staudrucksystem, mit dem bei Höchstgeschwindigkeit etwa 10 PS Mehrleistung erreicht wurden. Die Aerodynamik wurde durch einen ins Heck integrierten Endschalldämpfer verbessert. Außerdem wurde erstmals serienmäßig ein Lenkungsdämpfer verbaut.

Aktuell werden vom 2004er Modell etwas über 35 Stück im Netz angeboten – Preislich geht es bei ca. 3200€ los.

Honda CBR 1000 RR (2004)

Honda by Awalcant 

Die Honda Fireblade war schon immer das Superbike der Vernünftigen. Mit ihrer erstklassigen Verarbeitungsqualität, einem von der MotoGP abgeleiteten Chassis und ihrer Alltagstauglichkeit kann die CBR1000RR wirklich alles. Der 1000-cm3-Motor mit 171 PS war kein besonders aufregendes Aggregat, aber unglaublich laufruhig und sehr gut einstellbar. Das Fahrwerkdesign sorgte auch dafür, dass die Fireblade jederzeit ihre ganze Kraft nutzen konnte. Etwas, das man von ihren Konkurrenten nicht behaupten kann – insbesondere nicht von der ZX-10R. Leider hat die geradezu mythische Stabilität der Honda dem Bike den Ruf verliehen, ein bisschen “langweilig” zu sein. Aber das ist ein unfairer Titel. Nicht alle Superbikes können so brauchbare Alltags-Straßenmaschinen sein, obwohl sie auf der Rennstrecke immer noch beeindruckend sind, und dafür sollte die Fireblade gelobt werden. Honda rüstete die 2004er serienmäßig mit einem elektronischen Lenkungsdämpfer aus.

Aktuell werden vom 2004er Modell etwas über 60 Stück im Netz angeboten – Preislich geht es auch hier bei ca. 3000€ los. (jj)